Archiv für Kategorie ‘Video’

Reeps One DubStepBeatBox

Das Video geistert schon seit ner Weile durchs Netz. Hier nochmal
für diejenigen, an denen der UK Beatboxchampion von 2009 bisher
vorbei gegangen ist. Uuuund bitte:

StopMotion mit Eskmos Cloudlight untermalt

2541 Pics, 2 directors, 1 cat, 2 expulsions

Antoine Levy und Romain Alary lassen sich ihr StopMotion-Filmchen
von Eskmos Cloudlight musikalisch ausschmücken. Unfassbar schön!

ARAL SEA from Romain A on Vimeo.

Prince Jammy im Studio

Walter Alasia

Während meiner Zeit in Barcelona hatte ich das Glück in dem Studio
wo auch Walter Alasia seine Tracks polieren lässt an meinen
Tracks arbeiten zu dürfen.

Walter ist ein Soundtüftler wie er im Buche steht – hätte ich es nicht mit
eigenen Augen gesehen, ich hätte mir eine solche Arbeitsweise nicht vorstellen
können. Stundenlang bastelt er an dem richtigen Sound für die BD, um diese
dann über den kompletten Track zu “klickern”.
Bumm, Bumm, Bumm, Bumm,…
10 Minuten lang!
Fehler bei der Aufnahme? Dann nochmal von vorne!
Bumm, Bumm….

PCs oder Macs sind für Walter ein Fremdwort und finden in seinen Produktionen keine Anwendung. Walter beschreibt die Arbeit an einem seiner Tracks so:

“Just image that I create a continuos sound with an LFO, as the fundamental structure in that piece. Then I play manually along 13 minutes. Then – this is crazy_hahaha – I built manually 5 rhythm low bass and white noise patterns with the Minimoog plus 2 frequencies coming from my Halicrafter Valvule Radio.
This Radio is a model from 1948. It was the First FM valvule radio, and it has short, long waves and AM, plus FM all over the world. It is a huge gear. It looks like a militar artefact. So I caught some “alien frequencies” because it has a pitch knob and a crystal phasing knob. The Halicrafter sounds “float” over the LFO continuous sound and the rhythms structures.
I had to repeat a lot of tracks from the beginning because since I play without quantization and with manual solfege I have to be:
1 – very concentrated to play one single sound along 13 minutes.
2 – Using the fugue as reference i create a counterpoint wich is nothing more than a groove.
In this piece the groove is created combining irregular sounds (eg from the Halicrafter) and following at the same time the tempo of the LFO Sound. I played at the same time a low frequency sound note on the Minimmog and a scale of a minor 4th from the Alesis Andromeda synth wich is placed under the minimoog…”

www.walteralasia.com
www.soundcloud.com/walteralasia

Der visuelle Part im Club – VJs erobern eine neue Dimension

Die Bässe dröhnen und verleiten zum Abtanzen, die Bar bietet exotische Drinks zu moderaten Preisen, es sind nette Menschen um einen herum und alle in Partylaune, seit dem Rauchverbot nimmt man Gerüche intensiver wahr (wenn’s auch oft nicht die Erwünschten sind). So eine Partynacht im Club ist eine Erfahrung für fast alle Sinne.

Der optische Reiz besteht aber oft nur aus bunt blinkenden Lichtern, vielleicht ein Laser, Stroboskop und Nebel. So war das jahrelang bis eines Tages die VJs aftauchten und nette Videos auf grosse Leinwände projizierten. Meist vorproduziertes Material, das dann “so nebenher” abgespielt wird und nicht synchron zur Musik läuft. Und schon gar nicht den Spannugsbögen folgend die gekonnt von den DJs auf- und wieder abgebaut werden.

Die heutige Technologie bietet nun aber viel mehr Möglichkeiten, Musik und Bild in Einklang zu bringen. Explosiv steigende Rechenleistung der PCs, neuartige Controller und vor allem innovative Software mit Echtzeitberechnung von Bildmaterial geben dem modernen VJ Mittel in die Hand um den Feier-Abend zu einer einzigartigen Erfahrung auch für die “Sehenden” zu machen.

Das sound:frame Festival in Wien mit dem diesjährigen Motto “dimensions” setzte sich insbesonders damit auseinander, wie der Raum an sich in die visuelle Performance eingebunden werden kann. VJs von heute haben einige Möglichkeiten: eher “klassische” Verfahren, wie z.B. Erzeugung von 3D-Bildern auf 2D-Leinwänden mittels rot/cyan-Brillen; Bespielung von z.B. statischen Häuserfassaden, die mittels Projektion zum Leben erweckt werden und einzustürzen scheinen; Interaktion mit den Tänzern; Verwenden von 3dimensionalen Oberflächen; Mapping auf Skulpturen; der Fantasie scheinen keine Grenzen mehr gesetzt.

Welche Software und Techniken dazu eingesetzt werden, wird kurz von ein paar der Künstlern, die auf dem sound:frame Festival waren, in dem Artikel “VJing – Syn(c)ästhetik” von Eva Fischer aus De:Bug 141 beschrieben. Auch der Artikel “3-D-Grafikwelten im realen Raum” von Barbara Wimmer berichtet darüber. vvvv ist anscheinend das Tool für die Windows-Fraktion, Quartz Composer das für die Mac-Jünger. Max/MSP/Jitter bietet sich für beide Systemwelten an. Hierbei sollte auch Max for Live, die Schnittstelle zu Ableton Live, erwähnt werden, denn damit wird die Brücke zur Audio-Welt sicher einigen DJs/Liveacts einfacher gemacht. Dazu TouchOSC auf einem iPhone oder iPad um nicht-drahtgebunden überall im Raum die Möglichkeit der Steuerung zu haben.

Was können wir nun erwarten? Der zeitgenössische VJ wird viel mehr zum Künstler – wenn er denn will und sich mit der Technik auseinandersetzt. Die Party-Veranstalter müssen dabei natürlich auch mitspielen und der Kreativität freien Raum bieten, indem sie innovative Künstler buchen. Aber dann kann es zu einer vollkommen neuen, mind-blowing, alleSinneBetörenden Erfahrung im Club kommen!

(Um dem Thema “visuelle Kunst” besonderen Nachdruck zu verleihen – insbesondere der Abwesenheit einer solchen – wurden in diesem Artikel keine Videos oder Fotos direkt eingebunden. Drücke auf die Links im Text!)

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