Archiv für Kategorie ‘Party / Live’

The Basskitty – Live At Droppin Science July 2010

The Basskitty @ workThe Basskitty hat mit diesem Mix ein interessantes Experiment gewagt. Er vermischt verschiedene Styles und Genres mit Tempowechseln von 148 bpm bis zu einer Spitzengeschwindigkeit von 180 bpm. Dadurch versucht er einen eigenen, neuen Style zu kreieren dem der Gedanke einer totalen Integration der diversen Sounds zu Grunde liegt. Seiner Meinung nach wird es einem talentierten DJ, der fähig ist zu sehen was das Publikum will, durch nahtlose Integration und Wechsel von Styles, Tempos, Sounds und somit hervorgerufenen Gefühlen ermöglicht die tanzende Masse optimal zu befriedigen.
Lest nun, was er selbst dazu schreibt, in englischer Originalfassung klingt das alles viel besser:

I performed & recorded this set as a result of conversations I had with other Dj’s about blending genres.
I wanted to show people who haven’t tried it yet how to mix dubstep & drumstep together seamlessly using tempo changes. This set starts out at 148bpm, moves to 176, then back to 148, then to 180. Two of these four tempo changes are done with “transition tracks” which change tempo mid-song, and twice I changed the tempo manually in serato.

It is my personal belief that in the next decade we will see a merging and blending of all styles and sounds from the past and present. Multi-genre sets will be the next norm.
Already, we are:
- Mixing dubstep with hardcore & hardstyle around 145-150 bpm & creating “dubstyle” & “dubcore”
- Mixing dubstep & fidget electro house around 134-140 bpm
- Transitioning between Dubstep & drumstep using tempo changes to hype up the crowd
- Using drumstep to transition to jungle, Drum n Bass, & breakcore
- Blending drumstep, breakcore and hardcore around 175 bpm
The inevitable end result of this is a altogether New Style which is actually ALL STYLES in the hands of a masterful Dj, and ends up becoming undefinable or unclassifiable. The most skilled Djs of the next 10 years will be able to read a dancing crowd and give them immediately whatever they want by seamlessly changing styles & tempos, sounds & feels.
I am currently trying to work towards such total integration of sounds, and this set was a small step towards that.

Some production notes:

For the first 15 min of the set there was no monitor, I was behind a big subwoofer and could only hear WOOOOOM. There was also 3 of us plugging shit in in the closet-sized booth, so the beginnig of this mix is not totally on-point according to my personal standards. During the Dayn track aorund 16:00 I got a monitor and everybody cleared the booth and things went pretty smoothly from there.

During the “8 Bit Bitch” hiphop mashup around 43:00, when I slowed the track down from 176 to 148 by hand in serato, I got some digital artifacts (that glitchy slowing down sound). This does NOT normally happen in serato. The only reason it happened was because I was also recording the mix on the same laptop and running out of harddrive space. If you have a fast enough computer, you can slow down tracks such large amounts (16% in this case) with the “key lock” button still on with no digital noise, perfectly cleanly and smoothly. So don’t let that glitchy sound you hear dissuade you from trying it at home… and Live!!

Der visuelle Part im Club – VJs erobern eine neue Dimension

Die Bässe dröhnen und verleiten zum Abtanzen, die Bar bietet exotische Drinks zu moderaten Preisen, es sind nette Menschen um einen herum und alle in Partylaune, seit dem Rauchverbot nimmt man Gerüche intensiver wahr (wenn’s auch oft nicht die Erwünschten sind). So eine Partynacht im Club ist eine Erfahrung für fast alle Sinne.

Der optische Reiz besteht aber oft nur aus bunt blinkenden Lichtern, vielleicht ein Laser, Stroboskop und Nebel. So war das jahrelang bis eines Tages die VJs aftauchten und nette Videos auf grosse Leinwände projizierten. Meist vorproduziertes Material, das dann “so nebenher” abgespielt wird und nicht synchron zur Musik läuft. Und schon gar nicht den Spannugsbögen folgend die gekonnt von den DJs auf- und wieder abgebaut werden.

Die heutige Technologie bietet nun aber viel mehr Möglichkeiten, Musik und Bild in Einklang zu bringen. Explosiv steigende Rechenleistung der PCs, neuartige Controller und vor allem innovative Software mit Echtzeitberechnung von Bildmaterial geben dem modernen VJ Mittel in die Hand um den Feier-Abend zu einer einzigartigen Erfahrung auch für die “Sehenden” zu machen.

Das sound:frame Festival in Wien mit dem diesjährigen Motto “dimensions” setzte sich insbesonders damit auseinander, wie der Raum an sich in die visuelle Performance eingebunden werden kann. VJs von heute haben einige Möglichkeiten: eher “klassische” Verfahren, wie z.B. Erzeugung von 3D-Bildern auf 2D-Leinwänden mittels rot/cyan-Brillen; Bespielung von z.B. statischen Häuserfassaden, die mittels Projektion zum Leben erweckt werden und einzustürzen scheinen; Interaktion mit den Tänzern; Verwenden von 3dimensionalen Oberflächen; Mapping auf Skulpturen; der Fantasie scheinen keine Grenzen mehr gesetzt.

Welche Software und Techniken dazu eingesetzt werden, wird kurz von ein paar der Künstlern, die auf dem sound:frame Festival waren, in dem Artikel “VJing – Syn(c)ästhetik” von Eva Fischer aus De:Bug 141 beschrieben. Auch der Artikel “3-D-Grafikwelten im realen Raum” von Barbara Wimmer berichtet darüber. vvvv ist anscheinend das Tool für die Windows-Fraktion, Quartz Composer das für die Mac-Jünger. Max/MSP/Jitter bietet sich für beide Systemwelten an. Hierbei sollte auch Max for Live, die Schnittstelle zu Ableton Live, erwähnt werden, denn damit wird die Brücke zur Audio-Welt sicher einigen DJs/Liveacts einfacher gemacht. Dazu TouchOSC auf einem iPhone oder iPad um nicht-drahtgebunden überall im Raum die Möglichkeit der Steuerung zu haben.

Was können wir nun erwarten? Der zeitgenössische VJ wird viel mehr zum Künstler – wenn er denn will und sich mit der Technik auseinandersetzt. Die Party-Veranstalter müssen dabei natürlich auch mitspielen und der Kreativität freien Raum bieten, indem sie innovative Künstler buchen. Aber dann kann es zu einer vollkommen neuen, mind-blowing, alleSinneBetörenden Erfahrung im Club kommen!

(Um dem Thema “visuelle Kunst” besonderen Nachdruck zu verleihen – insbesondere der Abwesenheit einer solchen – wurden in diesem Artikel keine Videos oder Fotos direkt eingebunden. Drücke auf die Links im Text!)

The Spit Brothers

Ric Baker (a.k.a. Bakir) and Daniel Karz-Wagman (a.ka. Dubsworth)
hätten sich eigentlich schon viel früher über den Weg laufen können,
da beide zeitgleich auf die gleiche Schule gingen – haben die beiden
aber nicht und so mussten sie erst nach San Francisco ziehen um
2005 von einem gemeinsamen Freund vorgestellt zu werden.

Dubsworth spielte Bass über einige von Bakir´s Tracks und so wurden The Spit Brothers ins Leben gerufen. Ihr Sound ist beeinflußt durch Dub, Dubstep, Afrobeat, Reggae und Funk und erinnert an die frühe Sound Sytem Kultur. Unglaublich, aber wahr ist, dass die zwei tatsächlich noch richtige Instrumente spielen und auch nicht davor zurückschrecken diese bei ihren Liveshows einzusetzen.

http://www.myspace.com/thespitbrothers

http://soundcloud.com/bakir

http://soundcloud.com/dubsworth

Dub_Fx – everythinks a ripple sample pack

Dub_Fx_LogoRemixen liegt im Trend und macht Spass – vorausgesetzt man hat das richtige Rohmaterial.

Jetzt darf sich jeder der möchte mit Samples von Dub_Fx beschäftigen, sie durch den Wolf drehen und hoffen, dass etwas Ordentliches dabei herauskommt. Der Meister des Live-Loopings und Beatboxings bietet sowohl Vocal- als auch Harmoniespuren aus seinem aktuellen Album “Everythinks A Ripple” zum Download an. Dies ist sein erstes Studioalbum, die Spuren sind dementsprechend sauber aufgenommen und lassen ein wenig das Dub_Fx-Live-Feeling vermissen. Sehr schön sind die Harmoniespuren, sie versprühen ein warmes, gechilltes Wohlbehagen.

Diese sehr behagliche Atmosphäre, erschafft er, der sich selbst übrigens als

musician from satans secret garden

bezeichnet, alleine durch die Macht seiner Stimme, die durch ein Roland Effekt- und Looppedal geschickt wird. Andere Sounds wurden auf dem Album nicht verwendet – 100% pure human!

Wer sich nun der Herausforderung stellt, einen Remix – sei es mit rein ”humanen” Mitteln oder mit elektronischer Unterstützung – zu versuchen, kann auch was gewinnen. Dub_Fx verspricht den Besten eine Veröffentlichung auf seinem Remix-Album.

Live zu hören ist Dub_FX unter anderem am Freitag, 6. August 2010 um 22:00 in der Röhre in Stuttgart: DUBWARS pres. DUB FX Cause & Fx Europe Tour 2010.

Gebrüder Teichmann – Live in Guangzhou (China)

Die ungewöhnliche Zusammenarbeit zwischen dem Zitheristen Leopold Hurt und den elektronischen Musikern und DJs Andi und Hannes Teichmann geht auf einen gemeinsamen Auftritt beim Festival “Zither 4” in München im Jahr 2001 zurück.

Im Auftrag des Goethe Instituts vertonte das Trio 2008 den chinesischen Stummfilm Klassiker “Die Rote Heldin“ (1929 – “The red heroine”) und führten diese im Rahmen der “Deutschland Promenade” live in Gounghough/China auf.

Musikalischer Ausgangspunkt ist das Instrument Zither, deren live gespielte Klänge auf eine akustische Reise geschickt werden. Mittels einer Loopstation werden hierzu einzelne Phrasen eingefangen, deren repetitive Muster eine Brücke zu Sampler und Laptop schlagen. Längere Sequenzen werden dabei über Delayschleifen, sowie Hall- und Effektgeräten zu musikalischen Landschaften gedehnt, in denen sich der Zitherist frei bewegt. Parallel dazu bilden Drummachine und Moog-Synthesizer ein elektronisches Fundament, das durch den Klang der Zither an eigener Farbe gewinnt.

soundcloud.com/gebrueder-teichmann
myspace.com/teichmann

gebruederteichmann.net

myspace.com/leopoldhurt
leopoldhurt.de

Nach oben