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Walter Alasia – sleep to destroy (low class conspiracy)

sleep to destroy
sleep to destroy
sleep to destroy

…das ist alles, was uns Walter Alasia zu seinem Track mitteilt.

Deepness pur, würde ich sagen. Nicht unbedingt tanzbar, eher was zum Zuhören.
Den besonderen Charme gewinnen seine Produktionen durch eine eigenartige, für manche vielleicht rückständig wirkende Arbeitsweise…

Verdammt, wo kommen diese fremden Stimmen auf einmal her?


Walter Alasia

Während meiner Zeit in Barcelona hatte ich das Glück in dem Studio
wo auch Walter Alasia seine Tracks polieren lässt an meinen
Tracks arbeiten zu dürfen.

Walter ist ein Soundtüftler wie er im Buche steht – hätte ich es nicht mit
eigenen Augen gesehen, ich hätte mir eine solche Arbeitsweise nicht vorstellen
können. Stundenlang bastelt er an dem richtigen Sound für die BD, um diese
dann über den kompletten Track zu “klickern”.
Bumm, Bumm, Bumm, Bumm,…
10 Minuten lang!
Fehler bei der Aufnahme? Dann nochmal von vorne!
Bumm, Bumm….

PCs oder Macs sind für Walter ein Fremdwort und finden in seinen Produktionen keine Anwendung. Walter beschreibt die Arbeit an einem seiner Tracks so:

“Just image that I create a continuos sound with an LFO, as the fundamental structure in that piece. Then I play manually along 13 minutes. Then – this is crazy_hahaha – I built manually 5 rhythm low bass and white noise patterns with the Minimoog plus 2 frequencies coming from my Halicrafter Valvule Radio.
This Radio is a model from 1948. It was the First FM valvule radio, and it has short, long waves and AM, plus FM all over the world. It is a huge gear. It looks like a militar artefact. So I caught some “alien frequencies” because it has a pitch knob and a crystal phasing knob. The Halicrafter sounds “float” over the LFO continuous sound and the rhythms structures.
I had to repeat a lot of tracks from the beginning because since I play without quantization and with manual solfege I have to be:
1 – very concentrated to play one single sound along 13 minutes.
2 – Using the fugue as reference i create a counterpoint wich is nothing more than a groove.
In this piece the groove is created combining irregular sounds (eg from the Halicrafter) and following at the same time the tempo of the LFO Sound. I played at the same time a low frequency sound note on the Minimmog and a scale of a minor 4th from the Alesis Andromeda synth wich is placed under the minimoog…”

www.walteralasia.com
www.soundcloud.com/walteralasia

Tristan Perich – 1-Bit Symphony

Die Tonträger sind tot – jetzt werden Alben in Hardware gegossen und verkauft. Tristan Perich macht das mit seiner 1-Bit Symphony, einer fünfsätzigen elektronischen Komposition auf einem einzigen Microchip.

Dabei benutzt er nur elektrische “An”- und “Aus”-Impulse als Grundlage, die mit etwas Assembler-Code auf dem Microchip verarbeitet werden. Die Daten  offenbaren sich dann über einen Kopfhörerausgang als Sounds und bringen die Sinfonie so zum Erklingen.

Dies ist mehr als ein simples Album – eher ein Gesamtkunstwerk das man gern in den Händen halten möchte. Möglich wird dies ab dem 24. August 2010, da wird es auf Cantaloupe released.

19-Zoll-Stammtisch Jamsession @ Berlin Mitte Institut 24.05.2010

19-Zoll-Stammtischler beim Jammen
Die Jungs und Mädels vom Berlin Mitte Institut haben mit der 19-Zoll Stammtisch Jamsession ein heutzutage sicher seltenes Event veranstaltet: 7 Elektronik-Musiker trafen sich dort um gemeinsam zu jammen und experimentieren. Nach dem Motto:

ach ja, laptops zum mucken finden wir ziemlich ungeil

wurden über 20 analoge Klangerzeuger bzw. -verfremder, vom Controller-Joystick bis zu modularen Synthesizern, teilweise umfangreich gemoddet und selbst zusammengebaut, an den Start gebracht. Das Ganze wurde dann mit Hilfe einer x0xb0x als Taktgeber synchronisiert. Wer mehr wissen will, höre sich die Aufnahme bei ca. 2h 18min oder 2h 57min 40s an, da finden sich interessante Interviews mit den ausführenden Musikern.

Heraus kam bei der Session eine interessante Klangkollage, die einen speziellen Livecharakter hat, der diese zu einem einzigartigen, nicht reproduzierbaren Werk macht. Das Zusammenspiel und Interagieren der Musiker, improvisiert, ungeplant, spontan, sozial – lässt den Hörer in eine andere Klangdimension jenseits alltäglicher Schemata produzierter elektronischer Musik eintauchen. Teilweise tanzbar, teilweise nur zum Hören – stets interessant und anregend.

ReturnTrip – Hibernation

ReturnTripAuch in Japan scheint man kosmische Klangsphären zu mögen.

ReturnTrip präsentiert mit Hibernation einen Mix, der ein warmes
“out of space”-feeling vermittelt und den Hörer geradezu hypnotisiert.

Tracklist:

  1. Dave Seidel – Nur
  2. Min-Y-Llan – Sunset Over Mathry (Speed Mix)
  3. Emmalee Crane – We Stop Without Thinking
  4. Zen Punk – Source
  5. Alva Noto – Xerrox Soma
  6. Peter Wright – London Is Drowning …
  7. Daniel Menche – Untitled
  8. Kevin Drumm – snow
  9. Aube – Exosphere
  10. phil_wc – 3 AM
  11. lily pond orchestra – the silver wind
  12. Dead Dog Salute – Panspermia Theory Pt 2
  13. Fabio Scalabroni – crystal landscape
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